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Donnerstag, 22. Oktober 2026

ERIC GILLETTE, THE WATCHER, CD, 2026


Der aus Oklahoma stammende US-Amerikaner ERIC GILLETTE dürfte den Meisten durch seine gemeinsamen Aktivitäten mit Neal Morse und Mike Portnoy bekannt sein. Seit 2013 veröffentlicht er in gewissen Abständen seine Solo-Aben. "The Watcher" ist das für ihn typische Nachfolge-Album. Ganz gleich, ob als Solist oder Sessionmusiker, stets brilliert der Musiker mit solider Handwerkskunst und technischer Fertigkeit. Auch wenn der Amerikaner bisher noch nicht so im Rampenlicht gestanden hat, zu verstecken braucht er sich keinesfalls. Das gilt selbstverständlich auch für seine weitere Bandbeteiligung bei den Progressive Rockern Temic. Wenn man es nicht besser wüsste, könnte man den Eindruck gewinnen, er beschäftigt auf seinem aktuellen Album eine ganze Reihe gestandener Gastmusiker. Aber weit gefehlt, von Beginn an und bis zum letzten Ton ist er der einzige Akteur. Dass der Multiinstrumentalist noch dazu einen guten Sänger abgibt, ist ein weiterer positiver Aspekt, der dazu beiträgt, das Letzte aus seinen Songs herauszuholen. Dabei bedient er sich aller zur Verfügung stehender Stilmittel, von sanft, einfühlsam über dynamisch, bissig bis hin zu atmosphärischen Momenten. Ob orchestral, bombastisch oder hard and heavy, ein steter Wechsel dieser musikalischen Ausdrucksweisen durchzieht das Album. Eine gewisse Nähe zum Progressive Rock der Neal Morse Band kann, über die gesamte Spieldauer hinweg, nicht geleugnet werden, was wiederum ganz besonders den Fans viel Freude bereiten dürfte. "The Watcher" sollte dennoch nicht nur für die Neal-Morse-Fraktion ein Geheimtipp sein, dafür hat das Album doch einiges mehr zu bieten.