Freitag, 6. April 2012

DEEEXPUS, HALF WY HOME, CD, 2008

2007 gründete der Musiker Andy Ditchfield (guitar, bass, keyboards, drums) zusammen mit seinem Freund und Sänger Tony Wright das DEEEXPUS Projekt.
Unter Hinzunahme von den Gastmusikern Ian Raine (bass), Phil Sloanne (guitsr), Steve Wright ( guitar) und Mike Henderson (keyboards) wurden die Songs für das Debutalbum aufgenommen.
Am 19. September 2008 wurde das DEEEXPUS Debutalbum "Half Way Home" über das eigene Deeexpus Label veröffentlicht. Dir sieben Songs bieten Neoprog in einer angenehmen Mischung aus Metal und leichtem Popeinschlag.
Die nationale und internationale Presse vergab gute Noten für das Debutalbum und die Fangemeinde wurde größer. Nach der Veröffentlchung tourten DEEEXPUS durch Europa.
So wurde 2009 das Konzert im Wyspianski Theater im polnischen Katowice aufgezeichnet und wenig später als "Far From Home" auf DVD veröffentlicht.
Die neun Songs wurden von Tony Wright (vocals), Andy Ditchfield ( guitar, vocals), Ian Raine (bass), Kev Jager (drums), Steve Wright (guitar) und Marc Jolliffe (keyboards) live eingespielt.
Nach der Tour drehten Tony Wright und Andy Ditchfield ordentlich das Bandkarussell. In John Dawson (bass), dem MARILLION Keyboarder Mark Kelly und dem TOUCHSTONE und FINAL CONFLICT Drummer Henry Rogers, wurden geeignete Leute gefunden, die im Studio das nächste Album aufnahmen.
Am 23. März 2012 schoben DEEEXPUS mit "King Of Number 33", über Ear Music, das zweite Studioalbum nach. Den Song "Memo" hat die Popikone NIK KERSHAW als Gastsänger eingesungen. Das Herzstück der Scheibe ist die über 26 minütige und sechsteilige Suite "The King Of Number 33", die Neoprog Rock vom Feinsten bietet. Die restlichen drei Songs erreichen leicht das hohe Niveau der Debutscheibe. Neben dem Keyboarder Kelly dominieren Sänger Tony Wright mit seiner angenehmen Stimme und der Mastermind an der Gitarre Andy Ditchfield mit zahlreichen melodiösen Gitarrenleads, druckvollen Riffs und richtig bissigen Synthysounds. Dabei laufen Deeexpus nie Gefahr ins Belanglose abzudriften. Anspieltipp ist der Song "Me And My Downfall".
Von DEEEXPUS ist aufgrund der musikalischen Weiterentwicklung in Zukunft noch einiges zu erwarten.
Solange drehen sich bei der Fangemeinde die beiden Silberlinge "Half Way Home"und "King Of Number 33".

Donnerstag, 5. April 2012

DOOGIE WHITE & LA PAZ, GRANITE, CD, 2012

DOOGIE WHITE & LA PAZ, 2012
Der schottische Sänger DOOGIE WHITE hatte seine musikalische Laufband Mitte der Siebziger Jahre in der Coverband TRYXTER begonnen, die Songs von FOREIGNER bis BLACK SABBATH nachspielten.
Anfang des Jahres 1980 schloss sich DOOGIE WHITE der Band LA PAZ an, die eigene Songs im Repertoire hatten. In der Besetzung Chic McSherry (guitar), Andy Mason (keyboards), Alex Carmichael (bass) und Paul McManus (drums) gaben LA PAZ einige Konzerte, spielten sogar im Londoner Marquee und im englischen Kerrang Magazin wurde über LA PAZ berichtet.
LA PAZ gingen ins Studio und nahmen Songs für ein Debutalbum auf, das jedoch nicht veröffentlicht wurde.
Bekanntlich ging DOOGIE WHITE danach zur Band MIDNIGHT BLUE. Es folgte die Band SOLE ASYLUM, Gigs in Japan mit PRAYING MANTIS, Auftritte mit der Band CHAIN, eine Bewerbung um den freien Sängerposten bei PINK CREAM 69 und als vorläufiger Höhepunkt der Einstieg bei RAINBOW. Der Rest (u.a. YNGWIE MALMSTEEN, CORNERSTONE, MSG, DEMON`S EYE) ist Musikgeschichte.
Am 13. Februar 2012 veröffentlichte die polnische Plattenfirma Metal Mind Records sechs Songs, die damals von LA PAZ aufgenommen worden waren und drei neue Songs erstmalig auf CD. Natürlich trägt der Silberling "Granite" nun den Namenszusatz DOOGIE WHITE & LA PAZ.
Die Songs bieten keyboardbetonten Hard Rock, auf dem das Gesangstalent von DOOGIE WHITE schon sehr gut zur Gelltung kommt. Die Songs werden durch die präsente, kraftvolle und charismatische Stimme von DOOGIE WHITE erwartungsgemäß noch aufgewertet und veredelt.
Sicherlich haben LA PAZ vor 25 Jahren keine Melodic Hardrock Klassiker eingespielt aber es ist trotzdem gut, dass dieses frühe musikalische Zeugnis von DOOGIE WHITE doch noch veröffentlicht wurde. LA PAZ bieten solides Handwerk mit einem herausragenden Sänger. Der Höhepunkt des Silberlings, der keine Durchhänger hat, ist der an DIO erinnernde Song "Shame The Devil".
Anfang 2009 reformierten sich LA PAZ mit Shouter DOOGIE WHITE und absolvierten einige Auftritte. Danach wurde vereinbart jährlich einige Konzerte zu geben, wenn es die Zeit von DOOGIE WHITE erlaubt.
Nicht nur für Fans von DOOGIE WHITE ist die musikhistorische Reise mit der "Granite" CD der Band LA PAZ Gold wert.

Mittwoch, 4. April 2012

FLYING COLORS, FLYING COLORS, CD, 2012

FLYING COLORS
Gut 18 Monate nach seinem Ausstieg bei DREAM THEATER meldet sich die Drum-Ikone Mike Portnoy, nach der sensationellen Debutscheibe der Modern-Metal Band ADRENALINE MOB, zusätzlich auch mit der gemäßigten Prog-Band FLYING COLORS zurück.
Über Mascot Records wird am 23. März 2012 das gleichnamige FLYING COLORS Debutalbum veröffentlicht, dessen Cover ein Photo der Jim Bond`s Skulpture "Blow Away" ziert.
Im Verbund mit STEVE MORSE (u.a. DEEP PURPLE, DIXIE DREGS, KANSAS), Neal Morse (u.a. SPOCK`S BEARD, TRANSATLANTIC), Dave LaRue (u.a. DIXIE DREGS, STEVE MORSE BAND) und dem bisher noch nicht sonderlich in Erscheining getretenen Sänger Casey McPherson (u.a. ALPHA REV) agiert Mike Portnoy äußerst songdienlich.
Dass Portnoy und Neal Morse msikalisch gut harmonieren haben sie schon des öfteren eindrucksvoll bewiesen, doch auch Steve Morse und Dave LaRue verstehen sich bekanntlich blind.
Entscheidender Pluspunkt zum Gelingen von FLYING COLORS ist aber der Shouter Casey McPherson, der von Mike Portnoy in die Band geholt wurde. Der 33 jährige Shouter verfügt über eine gigantische Stimme und sorgt dafür, dass eingefahrene Arbeitsmuster aufgebrochen werden und neue musikalische Wege beschritten werden.
Das Endergebnis der 11 Songs ist ein unverbrauchter Stilmix aus Pop, Rock und Prog. Tolle Harmoniegesänge, fantastische Instrumentalarbeit, knackige Jams und herrliche Refrains zeichnen "Flying Colors" aus. Die Songs "Blue Ocean", "Better Than Walking Away", "Love Is What I`M Waiting For" und "Everthing Changes" könnten unterschiedlicher nicht sein, schaffen aber mühelos den Spagat zwischen erfüllter Erwartungshaltung und willkommener Überraschung.
Als Anspieltipp dient der Song "The Storm" und der 12 minütige Schlusssong "Infinite Fire" rundet den Silberling würdevoll ab.
Mit "Flying Colors" ist der Band ein fantastisches Debut gelungen, dass Gott sei Dank nicht so klingt wie die Scheibe irgendeiner Projekttrupe, mit denen man ihre Mitglieder sonst verbindet.

Dienstag, 3. April 2012

ADRENALINE MOB, OMERTA, CD, 2012

MIKE PORTNOY
Ob der Entschluss von Drummer Mike Portnoy vom 8. September 2010 seine Band DREAM THEATER zu verlassen, ein Fluch oder ein Segen war, ist noch ncht ganz geklärt.
MIKE PORTNOY
Fest steht aber, dass sich Mike Portnoy mit all seinen musikalischen Projekten (u.a. FLYING COLORS, TRANSATLANTIC, HAMMER OF THE GODS, O.S.I., LIQUIT TENSION EXPERIMENT) in die Arbeit gestürzt hat.
ADRENALIN MOB 2011
MIKE PORTNOY
Dazu gehört auch die im Sommer 2011 gegründete Band ADRENALIN MOB, die am 24. Juni 2011 im New Yorker The Hiro Ballroom in der Besetzung Mike Portnoy (drums), den beiden ehemaligen FOZZY Musikern Rich Ward (guitar) und Paul DiLeo (bass), dem Ausnahmegitarristen Mike Orlando (u.a. TRED) und den SYMPHONY X Shouter Russell Allen ihr erstes Konzert gaben.
Am 9. August 2011 wurde die gleichnamige ADRENALIN MOB EP veröffentlicht. Die fünf Songs "Psychosane", "Believe Me", "Hit The Wall", "Down To The Floor" und das BLACK SABBATH Cover "The Mob Rules" überzeugen auf Anhieb.
Nach der Veröffentlichung der "Adrenaline Mob" EP haben Richard Ward und Paul DiLeo die Band wieder verlassen und die verbliebenen drei Mitglieder beschlossen nicht wieder mit einem zweiten Gitarristen zu arbeiten, sondern nur einen neuen Bassisten zu suchen.
ADRENALIN MOB 2012
JOHN MOYER
Den fanden ADRENALINE MOB etwas später in John Moyer (u.a. DISTURBED) und so war die Band wieder komplett.
Zunächst veröffentlichten ADRENALINE MOB die Single "Undaunted" zu dem die Band auch ein Video drehte.
In der neuen Besetzung gingen ADRENALINE MOB ins Studio und nahmen die 11 Songs für das Debutalbum "Omerta" auf, dass am 13. März 2012 veröffentlicht wurde.
Als Gastsängerin agiete Lizzy Hale (u.a. HALESTORM) und ADRENALINE MOB covern den DURAN DURAN Song "Come Undone". Die restlichen Songs verdeutlichen, dass sich ADRENALINE MOB schon auf der Überholspur befindet.
MIKE ORLANDO
Dazu trät auch der Power Gitarrist Mike Orlando bei, der mit seinem aggresiven Riffing das Album dominiert. ADRENALINE MOB lassen es an allen Ecken und Kanten ordentlich krachen und die dabei freigesetzte Energie haut einen schlichtweg um. Höhepunkt des Silberlings ist u.a. "Indifferent".
RUSSELL ALLEN
Shouter Russell Allen gibt wie gewohnt Vollgas und sorgt für den nötigen Druck.
MIKE PORTONY
Wenn Mike Portony genügend Zeit übrig hat, wird hoffentlich von ADRENALINE MOB  noch oft zu hören sein.

Montag, 2. April 2012

O.S.I., FIRE MAKE THUNDER, CD, 2012

Mit "Blood" hatten O.S.I. 2009 ihr letztes Studioalbum veröffentlicht.
2011 hatten sich der ehemalige FATES WARNING und ARCH/MATHEOS Musiker Jim Matheos (guitar, bass, keyboards) und der ehemalige DREAM THEATER und CHROMA KEY Musiker Kevin Moore (vocals, keyboards) wieder zusammengetan, um in London die Songs für das vierte O.S.I. Album aufzunehmen. Als Session Drummer agierte wieder Gavin Harrison (u.a. PORCUPINE TREE). Auf Gastsänger haben O.S.I. diesmal verzichtet. Im July 2011 wurden die Songs auf Jamaica mit dem letzten Schliff versehen und abgemischt.
Über Metal Blade Records wurde "Fire Make Thunder" am 27. März 2012 veröffentlicht. Die acht Songs des Prog-Propagandaministerium ist auch diesmal ein überaus reizvoller Head-Trip geworden. Progressive Rock, Industrial, Post Metal, Electronica, Ambient und Psychedelic paaren sich in diesem geschmackvollen Audiokunstwerk, bei dem die entrückte Atmosphäre von CHROMA KEY und die Riffs der neuen FATES WARNING optimal vermischt werden. Für alle Progfans, die sich ihre Tripps vor allem abseits des Mainstream holen, ist "Fire Make Thunder" somit wiedermal ein Pflichtkauf. Anspieltipps sind "Cold Cell", "Guards", "Big Chief II" und natürlich "Invisible Men".
Zum vollkommenen Glück der O.S.I. Fangemeinde fehlt jetzt nur noch eine Tour, doch daran wird angeblich schon gearbeitet.

Sonntag, 1. April 2012

BLACK COUNTRY COMMUNON, LIVE OVER GERMANY, BLU RAY, 2011


Bereits nach zwei äußerst gelungenen Studio Veröffentlichungen schoben BLACK COUNTRY COMMUNION am 21. Oktober 2011 die Blu Ray bzw. die Doppel DVD "Live Over Germany" nach.
BLACK COUNTRY COMMUNION
Die Musiker Glenn Hughes (bass, vocals), Jason Bonham (drums), Joe Bonamassa (guitar) und Derek Sherinian (keyboards) spielen und singen sich dabei in einen unglaublischen musikalischen Rausch.
Auf diesen Silberlingen finden sich in absoluter Topqualität von Bild und Ton 17 Songs aus den Konzerten in Hamburg, Berlin und München die BLACK COUNTRY COMMUNION im Sommer 2011 gegeben hatten.
Unter den Songs befinden sich auch der Bonamassa Song "The Ballad Of John Henry" und der Rausschmeisser "Burn" von DEEP PURPLE. Ansonsten können BLACK COUNTRY COMMUNION aus dem Vollen schöpfen.
Die Doppel DVD kommt auf eine Spielzeit von 110 Minuten, auf der Blu Ray warten sogar 140 Minuten auf ihren Einsatz. Die Blu Ray kletterte 2011 in Deutschland auf Platz 28 der Top 100.
Am 24. Februar 2012 wurde über Mascot Records der von den Fans dringend erwartete Audionachschlag auf einer DCD nachgeschoben. Auf den von Kevin Shirley produzierten Aufnahmen agieren die Classic Rock Helden in absoluter Topform und Glenn Hughes erlebt seinen dritten Frühling und singt, mit all seiner Erfahrung, um sein Leben. Gitarrist Bonamassa spielt sich in einen wahren Gitarrenrausch, Sherinian agiert erstaunlich introvertiert, präziese und bandtauglich und Drummer Bonham trommelt sich hiermit endlich aus dem übermässigen Schatten seines Vaters heraus.
BONHAM, HUGHES, BONAMASSA IN ACTION
BLACK COUNTRY COMMUNION explodieren auf der Bühne und die Songs der beiden Studioalben erlauben der Band endlich das musikalische Monster auf der Bühne freizulassen. Da werden alte Erinnerungen wach an die unerreichten Kultlivescheiben "Made In Japan" von DEEP PURPLE, "Live And Dangerous" von THIN LIZZY, "Strangers In The Night" von UFO  und "Live 1973" von URIAH HEEP.
Mit "Live Over Europe" haben BLACK COUNTRY COMMUNION einen weiteren Klassiker geschaffen auf den kein Fan in Zukunft mehr verzichten wird. Hier wird Classic Rock in Vollendung geboten. Dringende Kaufempfehlung!