Donnerstag, 23. Februar 2012

ROSY ROSY, ROSY ROSY, LP, 1981


ROSY
Die am 4. Juni 1946 in Nürnberg geborene Rosemarie Heinikel spielte als ROSY ROSY in der deutschen 68èr Bewegung neben Uschi Obermaier eine wichtige Rolle. Sie lebte vorübergehend in einer Münchner Kommune, die sie in ihrer 1. Autobiografie beschrieb,  auch ihre erotischen Beziehungen zu FRANK ZAPPA und DONOVAN. Sie war als Musikerin, Regisseurin, Autorin und Schauspielerin tätig. (U.a. "Dem Täter auf der Spur" (1971), "Tatort, Schöne Belinda, (1975), "Der Amerikanische Freund" (1977), "Woyzeck" (1979), "Die Reventlow (1980), "Desperado City" (1981).


1968 veröffentlichte ROSY unter der Bezeichnung THE INNER SPACE die vom gleichnamigen Film die Soundtracksingle "Agilok & Blubbo" "Kamera Song". Produziert wurde die Single von Irmin Schmidt (u.a. CAN). Aus der Band THE INNER SPACE wurde nach der Veröffentlichung die Band THE CAN und später CAN.1969 produzierte sie ihren 1. Kurzfilm und trat im selben Jahr mit GURU GURU im Münchner PN sowie in Frankfurt als improvisierende Frontsängerin auf.
1970 erregte sie als Aktionskünstlerin mit einem Kunst-Softporno-Bildband für erhebliches Aufsehen.
Die Presse gab ihr (als Ikone der Subkultur) den Beinamen "Das Münchener Busenwunder". Auch B.B.B. (Bayerns berühmtester Busen).

   


1971 kam Rosy's erste Autobiographie mit mehreren Neuauflagen heraus.
1975 wurde ihre 2. Single ("Mr. Rosymoon" / Boogie Woogie Boy") veröffentlicht, mit der Rosy im "Tatort" als Gitarristin auftrat. Produziert im Studio von Conny-Plank, der u.a. Kraftwerk, Brian Eno und Gianna Nannini aufnahm.
Gleichzeitig spielte sie dort mit den Embryos und Uli Trepte (Guru Guru-HOT ON SPOT) den Song: "Sitting in the sun" ein, der zuerst auf einem ausländischen Label erschien.



Ihre zweite Autobiographie "Ulysses, box die Kerle raus" veröffentlichte sie 1979 bei MARO.
Mit Songs aus Brechts Dreigroschenoper ging sie als Miss Peachum 1980 mit Katja Rupé, Martin Sperr und Tommy Pieper auf Frankreich-Tournee.

Autogramm-Cover: autorisiert für Ohrenbalsam.blogspot.com
 
1981 wurde über das deutsche Ahorn Records Label die LP ROSY ROSY veröffentlicht. Neben Rosy als Sängerin, Texterin und Komponistin waren in der Band: Gitarrist Daniel Bontjes Van Beek (JOACHIM WITT, KIEV STINGL, UNKNOWN CASES), Gitarrist Achim Mennicken (u.a. SCUMSBERG, ROCK THAT), der amerikanische Keyboarder Chris "Naked" Lunch (u.a. ABWÄRTS, PALAIS SCHAUMBERG, SHARK BAIT), Joachim Osiek (Bass) und Drummer Manuel Darboven (u.a. KIEV STINGL). Die Scheibe mit ihren 11 Songs wurde im Teldec Studio in Hamburg aufgenommen und von Achim Reichel produziert.
Als Gastmusikerin spielt INGA RUMPF bei dem Song "Komm Doch" Steel Guitar. Bei "Erste Liebe" und "I'm your guitar" ist Achim Reichel an der Gitarre zu hören.
Die heutigen kultigen Songs tragen durch den Gesang von Rosy ein Sexgewand und bewegen sich musikalisch zwischen allen Stühlen.




Als Single davon wurde "100% Polyester" / "Erste Liebe" veröffentlicht, die von Achim Reichel produziert wurde. Nach einem Auftritt im ausverkauften Hamburger Live-Club LOGO entschied sich Rosy jedoch, lieber solo weiter zu machen.
Als Single wurde 1982 der Song "100% Polyester" / "Erste Liebe" veröffentlicht, die von Achim Reichel produziert wurde.

1982 wurde die Scheibe "Tanzpalast" von Jörg Evers und der Band BUNDESVERWALTUNGSORCHESTER veröffentlicht. Das BVO bestand aus einer 15-köpfigen Bigband. Rosy ist für den Gesang zuständig, Curt Cress sitzt am Schlagzeug.



Das BVO veröffentlicht u.a. mit "Pink Punker", "Piranhas im Swimmingpool" und "Nur diese Nacht" mehrere Singles. Band-Auftritt in der TV-Astro Show". Doch auch dem BVO war kein anhaltender Erfolg beschert.

1983 veröffentlicht ROSY den Gedichtband "Der hungrige Wolf".
Danach arbeitete Rosemarie Heinikel für den Rundfunk und war als Schauspielerin in verschiedenen deutschen Produktionen tätig.

Auf der Plattform Protest-Muenchen (
http://protest-muenchen.sub-bavaria.de/artikel/3683) erzählt sie zum 1. Mal, weshalb sie sich 1988 aus der Öffentlichkeit zurückzog.
2009 veröffentliche das spanische Label Wah-Wah-Records den gesamten Soundtrack des gleichnamigen Films "Agilok & Blubbo", wovon Rosy 2 Titel (Kamerasong/Revolutionslied) singt. (Texte: Klaus Lea.)
Diesmal als LP und CD.
Unvergessen noch immer die gleichnamige ROSY ROSY Vinylscheibe aus dem Jahre 1981, die auf eine CD Veröffentlichung wartet.

Neuerdings hat Rosy R. Heinikel als Multimediaproduzentin einen Blog (Rosyland-Angels-Poject) und einen YouTube-Kanal: (www.youtube.com/user/RosyArtVideos) mit neuen Songs.



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